Mögliche Gefahrenquellen werden unterschätzt

Dunkle Jahreszeit birgt Gefahr von Haus- und Wohnungsbränden

Mehr Sicherheit in der dunklen Jahreszeit durch Rauchwarnmelder. Die autorisierten Telenot-Stützpunkte stehen für Beratung, Montage und Wartung als Ansprechpartner zur Seite. Bildquelle: Telenot

In der kalten und dunklen Jahreszeit steigt die Anzahl der Brände im häuslichen Umfeld im Vergleich zu den Frühjahr- und Sommermonaten tendenziell an. Wenigen ist bewusst: Nicht nur aufgrund von Kerzen und Kaminfeuer nimmt die Brandgefahr zu. Auch schadhafte Elektrotechnik wie beispielsweise marode Netzstecker oder brüchige Kabel führen zu Bränden. In Zeiten, in denen die Menschen mehr zuhause sind und Laptop, PC, Drucker und Ladegeräte im Homeoffice öfter und länger in Betrieb sind, sei diese Gefahr wesentlich höher, erklärt Frank Brucker, Leiter der Planungsabteilung bei Telenot und ehrenamtlicher Feuerwehrmann.

Mehr als 30 Prozent aller Brandursachen im häuslichen Bereich entstehen durch defekte Kabel oder das zu häufige ein- und ausstecken der Netzstecker, so Frank Brucker, Leiter der Planungsabteilung bei Telenot, einer der führenden Hersteller smarter Sicherheitstechnik: „Die meisten Menschen haben ihren Laptop oder PC im Homeoffice lange Zeit eingesteckt und überprüfen weder die Qualität noch die Beschaffenheit der Kabel und der Netzstecker“. Die Feuerwehren in Baden-Württemberg befürchten, dass vor allem jetzt die Anzahl der Haus- und Wohnungsbrände zunimmt, erklärt Frank Brucker, aktiver Feuerwehrmann und über mehrere Jahre Abteilungskommandant bei der Freiwilligen Feuerwehr Aalen. Grund hierfür sei, dass die Menschen angesichts des Lockdowns während der Corona-Pandemie sowie aufgrund der dunklen und kalten Jahreszeit mehr zuhause sind.

Medientechnik und andere Elektrogeräte in privaten Haushalten stellten hierbei eine große Gefahr dar, „vor allem, weil die Geräte und Kabel nicht regelmäßig geprüft würden“, so Frank Brucker. Dies sei im gewerblichen und industriellen Bereich anders. Hier seien regelmäßige Prüfungen nach der sogenannten Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift A3 (BGV A3) verpflichtend. „Die ortsfesten sowie die ortsveränderlichen Betriebsgeräte werden nach den Prüfungsmerkmalen: Beschaffenheit, Messung und Funktion, getestet,“ weiß Frank Brucker. Dadurch ließen sich zahlreiche defekte und fehlerhafte Kabel feststellen und frühzeitig austauschen.

Im privaten Umfeld hingegen, also auch im Homeoffice, finde eine solche Prüfung normalerweise nicht statt. Im Gegenteil. Hier stünden die Geräte häufig jahrelang am selben Platz. Mögliche Mängel würden somit sehr spät oder gar nicht auffallen. Gleiches gelte für Lichterketten und Weihnachtsbeleuchtung, die nur einmal jährlich aus dem Schrank geholt werden. „Die Kabel erleiden nicht selten beim Auf- und Abwickeln Ermüdungsbrüche oder werden porös.“

Tückisch bei so entstehenden Schwelbränden oder Kabelbränden sei, dass diese den Bewohnerinnen und Bewohnern oft zu spät auffallen: „Sensible Rauchmelder sind hier das beste Frühwarnsystem, um größere Schäden oder gar Verletzte zu vermeiden“, meint Frank Brucker. Glücklicherweise sei vor allem auch durch die deutschlandweite Rauchwarnmelder-Pflicht ein Rückgang an größeren Brandschäden zu verzeichnen.

Erfreut zeigt sich Frank Brucker darüber, dass zahlreiche gewerbliche Einrichtungen und Industrieunternehmen den ersten Lockdown im Frühjahr 2020 nutzten, um in den Ausbau ihrer Sicherheitstechnik zu investieren. Für den privaten Bereich rät der Feuerwehrmann zum Kauf von zertifizierten Rauchmeldern und Brandfrüherkennungssystemen beispielsweise Vds geprüft. Die VdS-Zertifizierungsrichtlinien beinhalten die Prüfung einzelner Produkte sowie das reibungslose Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten in einem System. Vor allem vernetze Rauchwarnmelder alarmieren alle Bewohnerinnen und Bewohner gleichzeitig über die Gefahrenlage“, sagt Frank Brucker.

„Das Brandmeldetechnik-Sortiment von Telenot bietet sowohl Funk- oder bedrahtete Rauchmelder, die in die zertifizierten Alarmsysteme von Telenot integriert werden könnten“, beschreibt Frank Brucker einen Lösungsweg. Darüber hinaus gäbe es auch noch Mehrsensormelder, Thermomelder sowie Kohlenmonoxidmelder. Neben diesen Warnmeldern bestünde zusätzlich die Möglichkeit, mittels Smart-Home-Funktion beim Verlassen des Hauses beispielsweise einzelne Steckdosen oder auch den kompletten Elektroherd zu deaktivieren. „Dies sind alles sinnvolle zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für die Bewohnerinnen und Bewohner“, weiß der Feuerwehrmann aus Erfahrung.

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