Brandfrüherkennung in Fahrzeugen von Feuerwehr und THW
Professionelle Sicherheitstechnik gewährleistet die BOS-Einsatzbereitschaft
Wie wichtig Vorbeugung und Früherkennung bei der Gefahrenabwehr ist, wissen Blaulichtorganisationen wie Feuerwehr, Rettungsdienste und Technisches Hilfswerk (THW) aus ihrem Alltag nur zu genau. Damit sie im Notfall helfen können, müssen sie aber auch selbst rund um die Uhr einsatzbereit sein.
Ausgebrannte Fahrzeuge oder Gebäude, gestohlene Ausrüstung oder eine verwüstete Einsatzzentrale bedrohen die Einsatzbereitschaft der Rettungsdienste, unter Umständen sogar monatelang. Das kann immense Schäden und Imageverlust für die betroffenen Gemeinden und Behörden bedeuten. Finanziell und gesellschaftlich, doch vor allem, weil es um Menschenleben geht. Nicht umsonst zählen die sogenannten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zur Kritischen Infrastruktur. Die leidvolle Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass bisherige Sicherheitslösungen oft nicht ausreichen: In zahlreichen Feuerwachen verursachten Großbrände Schadenssummen in Millionenhöhe. Es gilt also, die Gebäude und den Fuhrpark der Rettungsorganisationen vor Gefahren wie Brand, Einbruch und unbefugtem Zutritt bestmöglich zu schützen.
Worauf es in BOS beim Brandschutz ankommt
Allerdings ist regelkonformer Brandschutz in BOS-Einrichtungen hochkomplex. Deshalb brauchen Feuerwehr, THW und andere Rettungsdienste sowohl für Neubauten als auch für Bestandsgebäude ein professionelles Gesamtkonzept. Neben den baurechtlichen Anforderungen und vorgegebenen Normen haben Blaulichtorganisationen auch die eventuelle Einstufung als KRITIS zu beachten. Daher gehören die allgemeinen Brandschutzvorgaben für Gebäude und Betriebe immer durch eine Einzelfallbetrachtung ergänzt. In dem Zusammenhang ist äußerst wichtig, dass zum Beispiel Feuerwachen und Fahrzeughallen zu den ungeregelten Sonderbauten gehören. Eingesetzte Brandschutzsysteme, die der europäischen Norm EN 54 entsprechen, werden den hohen Anforderungen gerecht. Diesen Grad an Funktionalität und Sicherheit können einfache Rauchwarnmelder und Smart-Home-Systeme nicht leisten, von der Installation solcher Anlagen ist also dringend abzuraten.
Bei der Einzelfallbetrachtung sollte die situationsbezogene Risiko- und Ermessensprüfung unbedingt sowohl die Gebäude als auch die gesamte Fahrzeugflotte umfassen. Zu beachten ist hier, dass es für die Brandfrüherkennung in Sonderfahrzeugen bisher keine Gerätenorm gibt. Um den Anforderungen gerecht zu werden, empfiehlt der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V., mindestens Komponenten nach DIN EN 54 oder Brandmelder gemäß EN 50155 einzusetzen. Aufgrund der komplizierten Rechtslage ist es für BOS in jedem Fall sinnvoll, für die Planung, Installation und Wartung der Sicherheitstechnik in den Gebäuden und Nutzfahrzeugen einen zertifizierten Fachbetrieb zu beauftragen.
Gefahren durch technische Defekte und Akkus in Fahrzeugen
Technische Defekte an Fahrzeugen sind nach Ermittlungen des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. eine häufige Brandursache. Ebenfalls im Fokus sind unbeaufsichtigte Akkus, insbesondere beim Ladevorgang in abgestellten Fahrzeugen: An Bord von Feuerwehr- und Rüstfahrzeugen lagern heute schnell einmal 30 oder mehr moderne akkubetriebene technische Geräte, wie zum Beispiel Lampen, Funkgeräte, Kameras, Werkzeuge oder Drohnen. Geraten sie in Brand durch einen sogenannten „Thermal Runaway“, setzen sie in kürzester Zeit enorme Hitze frei. Einmal in Gang, ist der Prozess unkontrollierbar und durch Löschwasser nicht mehr zu stoppen. Auslöser sind häufig Beschädigungen, beispielsweise durch einen Sturz. Deshalb sind die heute üblichen Lithium-Akkus als Gefahrgut klassifiziert, was vorbeugende Maßnahmen bei der Handhabung und Lagerung erfordert.
Zwei hochprofessionelle Lösungen für sichere Brandfrüherkennung
Je früher ein Brand in einem abgestellten Feuerwehrfahrzeug erkannt wird, desto größer ist die Chance, weitere Schäden zu verhindern. Der Hersteller TELENOT hat für die Fahrzeugüberwachung zwei hochprofessionelle funkbasierte Lösungen entwickelt: eine kleinere mit der Brandwarnanlage hifire 4100 XS für bis zu zwei Fahrzeuge und eine für größere Einsatzzentralen mit der Brandmelderzentrale hifire 4400, die bis zu 48 Fahrzeuge überwachen kann. Die beiden Brandmeldesysteme von TELENOT decken alle notwendigen Anforderungen rund um die Sicherheit von Blaulichtorganisationen ab. Die VdS-anerkannten und EN 54-zertifizierten Komponenten und Systeme sind von klein bis groß skalierbar. Ist in der (Feuer-)Wache bereits eine Brandmelderzentrale hifire installiert, lässt sich die große Lösung auch bei vielen Fahrzeugen sehr einfach, schnell und kosteneffizient nachrüsten. Die Planung und Ausführung der Brandschutzsysteme übernehmen die Autorisierten TELENOT-Stützpunkte.
Funkbasierte Überwachung für alle Räume und jedes abgestellte Fahrzeug
In der Praxis sieht das so aus: Im Innenraum des Fahrzeugs, in den einzelnen Geräteräumen und im Mannschaftsraum sind optische Funk-Rauchmelder für die permanente Überwachung installiert. Bei einer Rauchentwicklung geben sie sofort Alarm, der an die Brandmelderzentrale übermittelt wird. Von dort wird unverzüglich die Leitstelle und natürlich örtlich alarmiert. Gleichzeitig zeigt ein optischer Signalgeber die Gefahr an. Verlässt das Fahrzeug im Alltag den Stellplatz oder wird wieder abgestellt, schalten sich die Funk-Rauchmelder automatisch ab bzw. aktivieren sich erneut. Dies erfordert eine bauseitige Lösung, die erkennt, ob das Fahrzeug geparkt oder im Einsatz ist und diesen Status über einen Kontakt an die Brandmelderzentrale übermittelt.
Komplette Absicherung der Standorte durch vernetzte Sicherheitstechnik
Brandschutz ist aber nur einer der Sicherheitsbausteine für BOS. Die beiden anderen heißen Einbruchschutz und Zutrittskontrolle. Erst im Zusammenspiel der drei Sicherheitslösungen sind zum Beispiel Feuerwachen mitsamt der technischen und elektronischen Ausrüstung vollständig vor Gefahren geschützt. Mit einem Zutrittskontrollsystem gelangen Unbefugte erst gar nicht in die Räumlichkeiten und eine Alarmanlage schreckt Einbrecher wirkungsvoll ab. Wird die Sicherheitstechnik zusätzlich vernetzt und als digitale Komplettlösung geplant, heben BOS die Absicherung ihrer Gebäude auf die höchste Stufe. Denn elektronische Funktionen wie digitale Überwachung, automatische Alarmierung oder zentrale Verwaltung verbessern die Sicherheit rund um Zutritt und Einbruchschutz auf einen Schlag. Mit TELENOT als Komplettanbieter für Brandschutz, Einbruchschutz, Zutritt und Alarmübertragung ist deshalb eine vollständige Sicherheitsarchitektur realisierbar.
Was Blaulichtorganisationen tun können
Die Sicherheit einer Kritischen Infrastruktur gehört in professionelle Hände. Auf Wunsch übernehmen die TELENOT-Experten die Kostenschätzung und Entwurfsplanung richtlinienkonformer Sicherheitslösungen in Blaulichtorganisationen auf Basis der herstellereigenen Sicherheitssysteme. Die finale Planung, Installation und Wartung der Anlagen führen über 500 Autorisierte TELENOT-Stützpunkte durch. Als zertifizierte Fachbetriebe betreuen sie Rettungsorganisationen direkt vor Ort rund um die gesamte Gebäude- und Fahrzeugsicherheit.